THG-Quoten-Nachweis für RFNBO-Wasserstoff

Die Entwicklung eines praktikablen Nachweisprozesses für die 70%ige Treibhausgasminderungs-Quote bei RFNBO-Wasserstoff (Renewable Fuels of Non-Biological Origin) ist eine zentrale Herausforderung für die Wasserstoffwirtschaft. Ziel ist es, Standardwerte für Transport, Stromverbrauch und Emissionen festzulegen, um den Nachweis der THG-Einsparung zu vereinfachen und zu standardisieren.

Diese Aufgabe erfordert einen ausgewogenen Kompromiss zwischen strengen regulatorischen Anforderungen und praktischer Umsetzbarkeit für die Industrie. Die zu entwickelnden Standardwerte sollen eine effiziente und kosteneffektive Dokumentation ermöglichen, ohne dass Unternehmen für jeden einzelnen Prozessschritt in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufwendige Einzelberechnungen durchführen müssen.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Erarbeitung von Standardwerten für:

  1. Den Transport von Wasserstoff
  2. Den Stromverbrauch bei der Elektrolyse
  3. Die damit verbundenen Emissionen

Diese Werte müssen sowohl die tatsächlichen Bedingungen realistisch abbilden als auch eine vereinfachte Berichterstattung ermöglichen.

Ein verlässlicher und transparenter Nachweisprozess ist nicht nur für die Erfüllung regulatorischer Anforderungen wichtig, sondern auch entscheidend für die Markteinführung und Skalierung von grünem Wasserstoff im Verkehrssektor. Die Etablierung eines solchen Prozesses leistet einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und zur Förderung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft.

Aktuelle Beiträge

Berlin, 01.12.2025 |Das Expertengremium Clean Energy Partnership (CEP) stellt mit einem neugewählten Vorstand die Kontinuität seiner erfolgreichen Arbeit sicher. Mit Florian Brandau, Ignacio Garcia-Lorenzana und Frank Fronzke verbindet der Vorstand künftig noch stärker die Kompetenz aus Infrastrukturentwicklung und dem Hochlauf wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge und Pkw. Als etablierter eingetragener Verein stärkt die CEP so ihr Engagement für Wasserstoffmobilität in Deutschland und Europa – mit einem klaren Fokus auf Entwicklung und Umsetzung internationaler Standards und Rahmenbedingungen.
Am 7. Oktober 2025 wird Florian Brandau im Rahmen der hy-fcell Konferenz in Stuttgart einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Wasserstoffmobilität leisten. In der Session "B2 - Heavy Duty II: Standardisierung von H2-Tankstellen" wird er sich einem Kernthema widmen, das für die Skalierung dieser Technologie unerlässlich ist: der Standardisierung von Wasserstofftankstellen, insbesondere für den Schwerlastverkehr. Ohne einheitliche Standards droht der Ausbau von Wasserstofflösungen für Lkw und Busse fragmentiert und ineffizient zu bleiben. Brandau wird die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit betonen, um weltweit kompatible und zukunftssichere Infrastrukturen zu schaffen. Dabei werden auch technische Herausforderungen diskutiert, wie die optimale Vereinbarkeit von Sicherheit, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit. Die Erkenntnisse aus dieser Session versprechen, nicht nur für die Branche wegweisend zu sein, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur schnellen Umsetzung einer nachhaltigen Mobilität zu leisten.