Noch nicht geregelt: Die Besteuerung von Wasserstoff-Verbrennern

Technische Unterscheidungsproblematik an Tankstellen

An Wasserstofftankstellen ist derzeit keine technische Unterscheidung zwischen Brennstoffzellen- und Verbrennerfahrzeugen möglich. Dies führt zu steuerrechtlichen Unsicherheiten, da beide Fahrzeugtypen unterschiedlich besteuert werden. Tankstellenbetreiber reagieren teilweise mit AGB-Verboten für Wasserstoffverbrenner, was jedoch keine nachhaltige Lösung darstellt.

Lösungsansätze und regulatorische Konflikte

Diskutierte Lösungen wie Auswahlmöglichkeiten am Tankautomaten oder separate Tankkarten stoßen auf Bedenken des Hauptzollamts bezüglich Steuerbetrugs oder widersprechen der AFIR-Richtlinie der EU, die diskriminierungsfreie Ad-hoc-Zahlungen fordert. Die Umsetzung der AFIR-Richtlinie kollidiert hier mit nationalen steuerrechtlichen Anforderungen.

Zukunftsperspektiven

Eine juristische Klärung ist dringend erforderlich, um die Diskrepanzen zwischen EU-Vorgaben und nationalen Steuergesetzen zu adressieren. Potenzielle Lösungsansätze umfassen:

  1. Technologische Innovationen zur automatischen Fahrzeugidentifikation
  2. Harmonisierung der Steuergesetze für Wasserstoff als Kraftstoff
  3. Entwicklung eines einheitlichen europäischen Rechtsrahmens
    Die Bewältigung dieser Herausforderungen ist entscheidend für die Zukunft der Wasserstoffmobilität und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Gesetzgebern, Industrie und Forschung.

Aktuelle Beiträge

Berlin, 01.12.2025 |Das Expertengremium Clean Energy Partnership (CEP) stellt mit einem neugewählten Vorstand die Kontinuität seiner erfolgreichen Arbeit sicher. Mit Florian Brandau, Ignacio Garcia-Lorenzana und Frank Fronzke verbindet der Vorstand künftig noch stärker die Kompetenz aus Infrastrukturentwicklung und dem Hochlauf wasserstoffbetriebener Nutzfahrzeuge und Pkw. Als etablierter eingetragener Verein stärkt die CEP so ihr Engagement für Wasserstoffmobilität in Deutschland und Europa – mit einem klaren Fokus auf Entwicklung und Umsetzung internationaler Standards und Rahmenbedingungen.
Am 7. Oktober 2025 wird Florian Brandau im Rahmen der hy-fcell Konferenz in Stuttgart einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Wasserstoffmobilität leisten. In der Session "B2 - Heavy Duty II: Standardisierung von H2-Tankstellen" wird er sich einem Kernthema widmen, das für die Skalierung dieser Technologie unerlässlich ist: der Standardisierung von Wasserstofftankstellen, insbesondere für den Schwerlastverkehr. Ohne einheitliche Standards droht der Ausbau von Wasserstofflösungen für Lkw und Busse fragmentiert und ineffizient zu bleiben. Brandau wird die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit betonen, um weltweit kompatible und zukunftssichere Infrastrukturen zu schaffen. Dabei werden auch technische Herausforderungen diskutiert, wie die optimale Vereinbarkeit von Sicherheit, Effizienz und Benutzerfreundlichkeit. Die Erkenntnisse aus dieser Session versprechen, nicht nur für die Branche wegweisend zu sein, sondern auch einen entscheidenden Beitrag zur schnellen Umsetzung einer nachhaltigen Mobilität zu leisten.